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adventure common info for trails Übersicht der Trails

allgemeine Hinweise

Die Beschreibungen der Trails führen teilweise in einsame, ausgesetzte Gebiete. Gute Vorbereitung ist daher unverzichtbar, auch auf ausreichende Ausrüstung ist zu achten. Das Wetter kann schnell kippen und Regen- bzw. Windschutz ist bei uns immer mit dabei. Eine Pinzette für einen Kaktus-Stachel, Schmerztabletten für den verstauchten Knöchel, ein Pflaster für einen Kratzer, Batterien für das GPS-Gerät und ein einfacher Kompass falls auch das GPS trotz neuer Batterien den Geist aufgibt, gehören zu unserer Standardausrüstung. Wir haben alles schon einmal gebraucht bzw. schmerzlich vermisst.

Tipp für Kontaktlinsenträger: dicht sitzende Schwimmbrillen (nicht Taucherbrillen!) erleichtern das Leben bei einem Sandsturm ungemein. Sehen zwar doof aus, sind aber extrem wirksam.

Niemals die Temperaturen unterschätzen, Sonnenschutz (Kopfbedeckung) und ausreichend Wasser mitführen. Laut Aussagen eines Rangers sind ein Großteil der Rettungseinsätze auf Dehydration und in weiterer Folge auf Kreislaufprobleme zurückzuführen.

Straßen, Staubstraßen, Sandpisten

Zwischen April 2003 und März 2004 wurden in Utah im Zuge des Mile Post Projects teilweise Milepost- und HWY Exit Nummern geändert und können so bis zu 2 Meilen abweichen. Bei allen unseren Beschreibungen sind diese Änderungen berücksichtigt - Vorsicht aber bei älteren Unterlagen vom Internet.

Die Straßenzustände, speziell bei Staubstraßen, sind stark wetterabhängig. Man sollte sich daher unbedingt vor der Tour bei den entsprechenden Stellen (BLM, VisitorCenter oder auch bei Einheimischen) genau erkundigen!

Beschreibungen, Koordinaten, GPS, GPX

Wir haben bei unseren Beschreibungen die Area immer dem nächstgelegen Ort (mit Übernachtungsmöglichkeit) zugewiesen. So können z.B. Trails, obwohl der Page Area in Arizona zugeordnet, sehr wohl in Utah liegen. Ferner haben wir bei den Beschreibungen einen Ausgangspunkt festgelegt, auf den sich alle Entfernungs- und Anfahrtsangaben beziehen und auf den man referenzieren kann.

Spezialfall Page: hier ist zu beachten, dass knapp hinter dem Ort auf der 89N nicht nur eine Bundesstaaten-, sondern auch eine Zeitzonengrenze überschritten wird. Beispiel: Page/AZ: 08:00 Uhr = Wahwaep Marina/UT: 09:00 Uhr. Das ist speziell dann interessant, wenn man geführte Touren (Rainbow Bridge, Paria Outpost) in Utah bucht und in Page übernachtet.

Beschreibungen haben wir auch als Druckersion im PDF-Format bereitgestellt. Hier findet man die entsprechenden Koordinaten. Alle Koordinatenangaben sind im WGS-84 Kartenbezugssystem und im DMS Datumsformat dargestellt. Siehe dazu auch GPS, Datumsformat, Kartendatum aus unserem Informations-Bereich. Zusätzlich kann man sich auch die angeführten Wegpunkt als GPX-Datei herunterladen.

Den GPX-Download kann man direkt auf sein - via USB verbundenes - GPS-Gerät herunterladen.
Zielordner z.B. beim eTrex10 unter Windows: Computer | Garmin eTrex10 (H:) | Garmin | GPX.
Bei zivilen GPS Systemen können die Koordinaten bis zu 7 m abweichen!

Die von uns bereitgestellten Koordinaten können direkt in Google Maps / Earth eingegeben oder mit copy/paste übertragen werden. Dabei ist zu beachten, dass sich bei Google Maps teilweise die Kartenansicht von der Satellitenansicht unterscheidet - wir verwenden daher ausschließlich die Satellitenansicht.

Gibt man Koordinaten händisch (z.B. aus einer EXIF-Datei) ein, ist zu berücksichtigen, dass bei Dezimalstellen ein Punkt und kein Komma (US-Schreibweise) verwendet wird. Auch bei den Gradsekunden immer ein Hochkomma (double quotes) " und nicht 2 single quotes ' = '' eingeben. Ob man bei der Koordinate beim Longitude Wert ein Minus - oder ein W eingibt, ist für Google unerheblich. Ausserdem erwartet Google die Koordinaten im WGS-84 Kartenbezugssystem (Kartendatum).

Garmin zeigt - zumindest beim eTrex - die Wegpunkte im Waypoint Manager nicht alphabetisch sondern nach Entfernung an!

Bereifung

Wir haben etliche Leute getroffen die dachten, wenn sie mit einem SUV unterwegs sind, sei alles möglich und es gäbe keine Grenzen. Normale SUVs, wie man sie bei den Leihwagenunternehmungen so bekommt, sind auf den normalen Straßenverkehr ausgerichtet. Im und im Gelände hat man hier so seine Probleme, da das Profil der Reifen und die sog. Schulter nicht ausreichen. Wenn man einen Blick auf den Reifen wirft und die im Reifen eingeprägte Dimension ein enthält, mag das für die Straße durchaus ausreichend sein, aber nicht für die Botanik. Diese leidvolle Erfahrung haben wir schon hinter uns.
Man kann es übervorsichtig, paranoid oder auch vernünftig nennen, aber für schwieriges Gelände leihen wir uns vorort trotz SUV ein geländegängiges Fahrzeug (hoher Radstand, kleine Übersetzung, LT-Reifen) aus. steht für Light Truck und diese Reifen haben ein wesentlich besseres Profil und eine verstärkte Schulter. Das Ausleihen kostet zwar etwas extra, aber nichts in der Relation zu einem verlorenen Urlaubstag oder zu Kosten für den Abschleppdienst.

Spanier mit einem SUV blieben 2012 bei der Zufahrt zur CBS im tiefen Sand hängen. Ein Fahrzeug von Paria Outpost schleppt sie frei und der Fahrer empfahl ihnen, umzukehren. Trotz des gut gemeinten Ratschlags fuhren sie weiter, aber nicht mehr in der tiefen Sandspur sondern seitlich durch das Gebüsch und es kam, wie es kommen musste: sie fuhren sich wieder fest. Dumm nur, dass sich das niedere Gebüsch am heißen Kat entzündete und letztendes das ganze Auto ausbrannte. Neben dem Schaden - die Versicherung steigt hier aus mehreren Gründen aus - mussten die Verursacher auch noch für den Ausfall (Wiederbeschaffungszeitraum) des Autos aufkommen! Dagegen wirken die US$ 180/Tag für einen echten Jeep (ORV) wie ein Schnäppchen.

Fahrten und Wanderungen im unwegsamen Gelände bzw. im tiefen Sand

Bei Fahrten im tiefem Sand gilt neben der geeigneten Bereifung (siehe oben) der Satz keep on rolling – don't stop. Liegen auf der Strecke Washes muss man damit rechnen, dass diese unpassierbar werden, sobald unmittelbar oder auch nur im Einzugsgebiet Regen fällt. Das gilt auch für Wanderungen in einem Canyon, wobei hier der Wasserspiegel extrem rasch ansteigen kann. So kamen im Lower Antelope Canyon 1997 elf Touristen ums Leben. Bewegt man sich in einem Gebiet mit hohem Bentonitgehalt (z.B. Cathedral Valley), kann sich das bei Nässe durch das verklebte Reifenprofil wie Schmierseife auswirken.

Für Wanderungen im unwegsamen Gelände sei vermerkt, dass der wichtigeste Punkt eine gute Vorbereitung ist. Wir haben schon etlichen Leuten weitergeholfen, die sich schlecht vorbereitet bzw. ausgerüstet auf waghalsige Abenteuer eingelassen haben.
Beispiele: am Rückweg vom Islomania Dome via Südroute trafen wir in der Nähe von unserem geparkten 4WD 2 Wanderer, die den Islomania Dome nicht kannten, dafür aber auf diesem Weg zum Zebra Slot Canyon, der Luftlinie ca. 5 mi westlicher liegt, wollten. Sie hatten nicht nur keine Ahnung wo sie waren, sondern hatten auch keine Karten, geschweige denn einen Kompass oder GPS dabei. In der Bisti Wilderness haben uns 2 Wanderer nach dem Weg gefragt, den es hier nicht gibt, denn sie hatten keine Ahnung, wo der Parkplatz war und wie sie dahin zurückkommen - auch das Wasser war ihnen ausgegangen. Soviel zum Thema Vorbereitung!

Permit

Für die meisten Gebiete, die vom BLM verwaltet werden, benötigt man kein Permit (Genehmigung). Bei privatem Gelände, Gebieten, welche den Native People gehören oder bei schützenswerten bzw. überlaufenen Gebieten ist ein Permit notwendig. Infos dazu erhält man in allen BLM Stations, Visitor Centern und auch am Internet. Will man in der Wildnis übernachten, sollte man sich nach Backcountry Permits erkundigen.

2012 wurden bei der Permitvergabe zur CBS in Kanab Personen mit unpassendem Fahrzeug (mangelnde Bodenfreiheit bzw. Reifen) abgewiesen.

Ohne Permit erwischt zu werden kann teuer werden, zu Anzeigen oder auch zu Selbstjustiz der Betroffenen (zerstochene Reifen) führen.

womit man eigentlich nicht rechnet ...

Viele sind in Bedrängnis gekommen, nur keiner schreibt darüber bzw. gibt das gerne zu. Daher gilt unser Respekt den folgenden Autoren (bis auf den letzten Beitrag von Lancer557) und man sollte diese Beiträge auf alle Fälle lesen:

Thunder and Lightning, wie schnell sich die Bedingengen ändern können.
Es hätte ein so schöner Tripp werden können, nur läuft nicht immer alles planmäßig.

BLM gibt falsche Auskunft. Wer haftet im Schadensfall?

noaa.gov, Southern Utah Flash Flood Potential Rating.

verwendete Abkürzungen / Begriffe

4WD = 4 Wheel Drive, 4-Rad Antrieb.
HC = High Clearance, hohe Bodenfreiheit.
P bei Reifen - steht für Passenger Car = normale Bereifung für die Straße.
LT bei Reifen - steht für Light Truck = Bereifung klein LKWs, PickUPs u.a. auch für vernünftige Geländewagen.

MP = MilePost, Tafeln am Straßenrand, welche die laufenden Meilennummern dieser Straße anzeigen.

CR = County Road, z.B. CR-7610
FR oder NF = Forest Road, z.B. FR-1550 oder NF-1514
IR = Indian Road, z.B. IR-6710
z.B. UT = State Route, z.B. UT-12, AZ-160, NM-550, wobei UT = Utah, AZ = Arizona, NM = New Mexico
I = Interstate, z.B. I-70

BLM = Bureau of Land Management
NPS = National Park Service

Geländefahrzeug = Off Road Vehicle, geländegängiges Fahrzeug - kein Lifestylefahrzeug (fancy SUV)!
Cattle Guard / Cattle Grid = quer zur Fahrtrichtung in die Straße eingelassene Metallprofile oder aufgemalte Balken.

oneway: nur eine Strecke bei einer Wanderung.
round trip: muss nicht unbedingt Rund(wander)weg bedeuten, sondern wird im Amerikanischen auch für Hin- und Rückweg, Hin- und Rückfahrt oder auch Hin- und Rückflug auf derselben Strecke, verwendet.

aka: verbreitete Abkürzung für also known as, das übersetzt auf Deutsch auch bekannt als... bedeutet.